Anlagen in Kryptowährungen – die Risiken und Gefahren

Seit geraumer Zeit hat sich ein wahrer Hype rund um Kryptowährungen, und allen voran um den Bitcoin, entwickelt. Galten die digitalen Währungen ursprünglich noch als alternatives Zahlungsmittel, haben sie sich mittlerweile längst auch als Anlageobjekte etabliert.

Hat sich ursprünglich nur ein kleiner exklusiver Kreis mit digitalen Währungen beschäftigt, sind Kryptowährungen inzwischen längst salonfähig geworden und ziehen wahre Scharen von Anlegern an. Längst gelten sie als das Gold der Zukunft und sind gleichermaßen bei Zahlungsdienstleistern und Investoren beliebt.

Doch der Krypto-Boom lässt viele vergessen, dass die Anlage in Kryptowährungen zahlreiche Risiken und Gefahren birgt.

Offensichtliche und weniger offensichtliche Gefahren

Betrachtet man den Bitcoin-Kurs innerhalb der letzten zwei Jahre, wird jedem bewusst, wie volatil der Kurs von Kryptowährungen sein kann. Noch im Oktober 2020 lag der Bitcoin noch unter 11000 US-Dollar, im April 2021 erreichte er mit mehr als 64000 US-Dollar sein bisheriges Allzeithoch – dazwischen gab es immer wieder heftige Kursrutsche.

Mögliche Verluste, aber auch beträchtliche Gewinne sind also ein offensichtliches Risiko, das den meisten durchaus bewusst ist. Daneben gibt es aber bei Investitionen in Kryptowährung diverse Risiken und Gefahren, die für Einsteiger in die digitalen Währungen nicht gleich auf den ersten Blick erkenntlich sind.

Dazu gehören zum Beispiel ein recht hohes Risiko einen Totalverlust zu erleiden, verbunden mit teils gravierenden Preisschwankungen. Doch auch mögliche Preismanipulationen und die mangelnde Rechtssicherheit sind Gefahren, deren sich Anleger bewusst sein sollten.

Totalverlust

Auch die etablierten Kryptowährungen wie etwa Bitcoin oder Ethereum zeigen mitunter erhebliche Preisschwankungen. Dennoch besteht mittlerweile für diejenigen, die in die etablierten Cyberwährungen investieren ein relativ geringes Risiko einen Totalverlust zu erleiden.

Grund dafür sind Langzeitanleger, die bereits über Jahre in diese Währungen investieren und dadurch trotz hoher Kursschwankungen für eine gewisse Stabilität sorgen. Trotzdem ist das Risiko eines Totalverlustes auch bei Bitcoin oder Ethereum nicht völlig ausgeschlossen.

Anders sieht es bei Altcoins und darunter vor allem bei neuen Kryptowährungen mit einer noch geringen Marktkapitalisierung aus. Investitionen in solche Währungen können zwar zu hohen Gewinnen führen, ein Totalverlust ist aber genauso denkbar.

Dass auch bei den etablierten Kryptowährungen verglichen mit anderen Anlageklassen ein relativ hohes Risiko für Totalverluste besteht, liegt einfach daran, dass eine Anlage in Kryptowährungen immer eine Investition in eine recht neue Technologie ist und derartige Anlagen sind grundsätzlich risikoreich und immer mit der Gefahr eines Totalverlustes verbunden.

Preisschwankungen

Preisschwankungen sind bei allen Kryptowährungen bekannt und beinahe normal. Wer in Cyberwährungen investiert, dürfte sich dessen bewusst sein. Diejenigen, die an die Zukunft der zugrunde liegenden Technologie glauben, werden ihre Investitionen mit einer langfristigen Perspektive tätigen. Häufige und heftige Preisschwankungen sind dann eher unbedeutend.

Für Trader können Preisschwankungen indes gravierende Folgen haben. Ein Ein- oder Ausstieg zur falschen Zeit kann zu hohen Verlusten führen.

Preismanipulationen

Bei allen Kryptowährungen liegt die Kapitalisierung in den Händen nur weniger Anleger. Selbst bei den etablierten Währungen konzentriert sich der Großteil des Vermögens auf einige wenige sogenannte „Bitcoin-Wale“.

Durch die mangelnde Markaufsicht erhöht sich dadurch das Risiko von Preismanipulationen erheblich. Um den Preis zu drücken, kann ein „Bitcoin-Wal“ beispielsweise eine große Order zum Verkauf platzieren und dadurch einen starken Preisverfall in Gang setzen, um dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder günstig zu kaufen.

Für Privatanleger ist damit immer ein hohes Risiko verbunden, denn die Wahrscheinlichkeit zu früh oder zu spät zu reagieren ist aufgrund der noch unausgereiften Markstrukturen bei den Kryptowährungen ungleich höher als bei Aktien oder Hedgefonds.

Mangelnde Rechtssicherheit

Kryptowährungen unterliegen immer dem Gedanken der Dezentralisierung. Insofern ist es logisch, dass sie so gut wie keinen Regulierungen unterliegen und für Anleger immer ein regulatorisches Risiko besteht.

Auch wenn es immer wieder Diskussionen über die Regulierung von Kryptowährungen gibt, könnte eine Regulierung auch zum Nachteil der Anleger werden. Insofern muss sich jeder, der in Kryptowährungen investiert der mangelnden Rechtsicherheit bewusst sein.

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