Für 2022 viele Börsenneulinge erwartet

Schon in 2021 war auch an den deutschen Börsen ein Trend zu bemerken, der weltweit zu beobachten war und offenbar auch in 2022 weiter anhalten wird – immer mehr Unternehmen zieht es an die Börsen.

So wagten allein in Deutschland im vergangenen Jahr 31 Unternehmen den Sprung an die Börse und auch für 2022 werden voraussichtlich zahlreiche Unternehmen diesem Beispiel folgen und den Gang auf das Börsenparkett antreten.

Der IPO-Kalender für 2022 ist schon jetzt voll und offenbart, dass auch dieses Jahr wieder interessante Kandidaten dabei sind. Wie die folgenden Beispiele zeigen, sind darunter sowohl zahlreiche Startups wie auch Spin-Offs zu finden, die das Interesse der Anleger wecken dürften.

Solarisbank

Nach wie vor treibt die Solarisbank ihren geplanten Börsengang weiter voran, der vermutlich im dritten Jahresquartal dann tatsächlich wahr werden können. Das Geschäftskonzept des FinTechs aus Berlin ist vielversprechend und mit einer Bewertung von 1,4 Milliarden Euro wäre der Börsengang der Solarisbank der größte eines deutschen FinTechs in den letzten Jahren.

Gegründet wurde das Startup 2016 in Berlin. Seitdem bietet die Solarisbank Bankdienstleistungen über eine mietbare Banking-Plattform für Unternehmen an. Besonders interessant ist der Dienst für andere FinTechs, die keine eigene Vollbanklizenz besitzen, denn die Solarisbank verfügt über alle notwendigen Lizenzen der BaFin.

Interessierte Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass die Solarisbank auf mittlere Sicht keine Gewinne anstrebt. Laut Aussagen des Vorstandschefs Roland Folz stehen auch in den nächsten Jahren weiteres Wachstum und weitere Investitionen in die Plattform eindeutig im Fokus.

Iveco

Der Lkw-Hersteller Iveco dürfte einer der ersten Börsengänge 2022 werden, denn bereits im November des vergangenen Jahres verkündete der Mutterkonzern CNH Industrial, dass bereits Anfang Januar 2022 mit dem Handelsstart an der Mailänder Börse gerechnet werden könne. Aktionäre sollen dann für fünf CNH-Aktien einen Iveco-Anteilsschein erhalten.

Nach der Aufspaltung soll der Geschäftsbereich Land- und Baumaschinen weiterhin beim Mutterkonzern CNH verbleiben. Iveco wird indes das Geschäft mit Lkws, Bussen, Spezial- und Militärfahrzeugen sowie den Bereich der Antriebstechnik selbstständig übernehmen.

Ionos

Auch die Tochter des Internetdienstanbieters United Internet soll im Laufe des Jahres an die Börse gebracht werden. Mit einem Marktwert von rund fünf Milliarden Euro könnte Ionos in Europa bisher das größte IPO im Internetbereich werden.

Vorstandschef Ralph Dommermuth gab bislang noch keinen genauen Termin für einen möglichen Börsenstart von Ionos bekannt und auch der genaue Börsenplatz scheint noch nicht festzustehen.

Klar ist indes, dass United Internet auch nach dem Börsengang Hauptaktionär von Ionos bleiben wird. Das Unternehmen will mit dem Börsendebut des Tochterunternehmens Ionos seine Marktführung im Cloud-Geschäft in Europa weiter ausbauen und plant den Börsengang mit nur kurzer Vorlaufzeit.

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