Unruhe an den Börsen – neue Corona-Variante OMIKRON verunsichert die Anleger

Zum Ende der vergangenen Woche erlebten die Börsen weltweit Kursstürze, ähnlich wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Die neue Corona-Variante Omikron verunsichert die Anleger zunehmend und schürt die Angst vor einem erneuten Lockdown.

Vor allem die Aktien aus der Touristikbranche und die Papiere der Airlines gehörten zu den größten Verlierern und sorgten für große Unruhe an den Börsen.

Sorge um die neue Corona-Variante

Viel ist über die neu entdeckte Corona-Variante aus Südafrika noch nicht bekannt. Doch viele Wissenschaftler stufen die Variante B.1.1.529 mit dem Namen Omikron schon jetzt aufgrund der auffallen vielen Mutationen als hochansteckend ein und befürchten, dass das Virus aufgrund dessen auch den Schutzschild der Corona-Impfstoffe leichter durchbrechen könnte.

Das erstmals in Südafrika aufgetauchte Omikron-Virus wurde nach seiner Entdeckung zunächst nur in Afrika und Asien nachgewiesen. Zwar wurde ein Auftreten des Virus in den USA bisher noch nicht gemeldet, doch nach Europa wurde die neue Corona-Variante schon wenige Tage nach der Entdeckung in diversen Ländern, unter anderem auch in Deutschland, eingeschleppt.

Kursrutsche an der Börse

Das beunruhigt nicht nur Gesundheitsminister Jens Spahn, sondern offenbar auch die Anleger an den Börsen. Solange noch nicht viel über Omikron bekannt ist, wird diese Unsicherheit wohl weiterhin viele Anleger zum Verkauf anregen.

Sollte das Omikron-Virus tatsächlich so hochansteckend sein wie befürchtet und möglicherweise dabei auch noch die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen, wäre vor allem in Anbetracht der sowieso schon angespannten Corona-Lage in Deutschland ein erneuter Lockdown kaum vermeidbar.

So rutschte auch der DAX zum Ende der letzten Woche zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober. Auch der MDAX büßte mehr als 2 Prozent ein und der EuroStoxx50 verlor sogar 4,6 Prozent.

Lufthansa Aktie auf Rekordtief

Die großen Verlieren waren einmal mehr die Papier aus dem Touristik- und Luftfahrtbereich. Neben Deutschland haben auch bereit Österreich, Italien, Großbritannien, die Niederlande, Malta und Tschechien den Flugverkehr mit Südafrika eingeschränkt. Sollten sich die Befürchtungen um die Aggressivität der neuen Corona-Variante bestätigen, wäre eine Schließung des internationalen Flugverkehrs durchaus denkbar.

So haben die Kursrutsche an den Börsen die Lufthansa Aktie mit einem Rekordtief dann auch besonders hart getroffen. Doch auch die Werte des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerkeherstellers gingen genau wie die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport in den Keller.

Experten wie der Analyst Jochen Stanzl von CMS Markets gehen davon aus, dass die Höhenflüge an den Börsen zunächst einmal beendet sind. Davon betroffen sind nicht nur die europäischen Börsen, denn der Corona-Sog erfasste auch die Aktienkurse an den asiatischen Börsen ebenso wie den Dow Jones.

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